Samstag, 28. August 2010

Optimistisch


...blicke ich auf den Rest des Wochenendes. Die Eintracht besiegt den HSV mit 3-2 und morgen gewinnen wir das jedes Jahr nette Einladungsturnier in Griesheim. Auflaufen werden Oli Uwira, Gerd Graf, Sven Perlitz, Richard Günzler und ich selbst.

Leider kam ich noch immer nicht dazu, die Partie aus dem Pokal-Halbfinale gegen Bensheim zu kommentieren. Das werde ich in den nächsten Tagen nachholen, so lange noch ein Bilderrätsel: Wer ist das?

Samstag, 21. August 2010

Kurz gemeldet

Mein Tipp zum DFB-Pokal lag ja nicht weit neben der Realität, leider haben wir aber am letzten Sonntag das Halbfinale des Hessenpokals gegen Bensheim verloren. Mehr dazu und auch meine Partie wird es im Laufe der nächsten Tage hier zu belächeln geben. ;-)

Für den heutigen Bundesligaauftakt möchte ich noch schnell meinen Tipp abgeben. Frankfurt gewinnt 3-1 in Hannover (und der OFC schießt in Liga 3 auch noch ein Tor mehr als Regensburg).

In den letzten Wochen habe ich relativ wenig geschrieben. Auch dazu möchte ich ein paar Worte verlieren. Zunächst kam nach der Klausurphase mein 'Urlaub', der mich nur selten in die Nähe eines PCs brachte und seit dem 11.8. befinde ich mich im berufspraktischen Semester bei Merck in Darmstadt, was bedeutet: Vollzeit arbeiten und die freie Zeit für den Rest des Sommerwetters nutzen....

Freitag, 13. August 2010

Ramlow - Lather

Am vergangenen Sonntag fand das letzte Viertelfinale um den Hessischen Mannschaftspokal statt. In Eschborn konnten wir uns knapp mit 2,5-1,5 durchsetzen und ich kam endlich wieder zum Schach spielen...

Zuerst hatte Christof Goll an Brett 4 seinen Vorteil solide verwertet und uns in Führung gebracht. Just in dem Moment, da Oli Uwira am dritten Brett nach komplizierter Partie gewann, hatte ich die Endstellung gegen Marcus Ramlow erreicht und konnte den Mannschaftssieg sichern. Peter Staller hatte gegen Erhard Leimeister am Spitzenbrett keinen guten Tag und unterlag.

Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit war meine Eröffnungskenntnis schlechter als die meines Gegners. Diesmal allerdings in meiner 'Lieblingszweitwaffe', dem Schara-Hennig-Gambit. Nach 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Sc3 c5 4. cxd5 cxd4 5. Da4+ Ld7 6. Dxd4 exd5 7. Dxd5 Sc6 8. e3 Sf6 9. Dd1 Lc5 10. Sf3 De7 11. Le2 O-O-O 12. O-O g5 13. b4 Lxb4 14. Db3


war ich mir unsicher, ob ich hier zuerst zuerst 14...Kb8 spielen sollte oder direkt
14...g4? Die Entscheidung war falsch. Der König musste aus der Schusslinie gebracht werden, auch wenn die Datenbanken meinen Partiezug als Hauptfortsetzung ausweisen. Die logische Folge war 15. Sd4 Sxd4 16. exd4 Lxc3 Zu dieser Position fand ich noch eine alte Partie zwischen Portisch und Velimirovic, die Weiß aber souverän gewann. Velimirovic spielte hier 16...Le6. 17. Dxc3+ Kb8N Der erste völlig neue Zug, die letzte Partie mit 17...Lc6 endete aber 5 Züge später 1-0!


So haben wir also die kritische Stellung der Partie erreicht. Weiß verfügt über das Läuferpaar und das Zugrecht. Das einzige Problem, dass er zu lösen hat, formulierte mein Gegner auch direkt nach der Partie in der kurzen Analyse: 'Wohin mit dem schwarzfeldrigen Läufer?'. Mit Hilfe der Rechenknechte und einem tieferen Blick auf diese Stellung wage ich eine Antwort: 'Vorerst nach c1!'. Noch ist unklar, wo der Läufer seinen besten Platz findet. Der Ausfall nach g5 scheitert an 18...Se4, während 18.Lf4+ Ka8 nur die schwarze Königssicherheit verbessert und den Läufer verwundbar macht. Der verbliebene Gaul strebt ohnehin nach d5...

Von daher sollte man wohl tatsächlich so spielen, wie ich bereits im Laufe der Partie vermutete und befürchtete: 18.Te1 und nach 18....Sd5 19. Da5!. In dieser Stellung drohen permanent Abzüge des weißfeldrigen Läufers sowie die Verstärkung des weißen Angriffs, wobei alle schwarzen Figuren abgesehen vom Springer schlecht stehen. In der Partie folgte der einzige schwache weiße Zug und sofort ist die Lage wieder 'unklar bis ausgeglichen' 18. Db2? Sd5 19. Lb5 h5 20. Ld2 Hier kann der Läufer auf Dauer nicht gut stehen, aber immerhin schränkt er den Springer ein und verbindet die Türme - und wohin soll er denn sonst?! 20...Lxb5 21. Dxb5 h4 22. Tfe1 Dd6 23. Tab1 b6 24. Te5 Leitet ein interessantes Turmmanöver ein, das aber keinesfalls schlecht ist. 24...f6 25. Tf5


Hier steht Schwarz nochmals am Scheideweg. Es bieten sich verschiedene Fortsetzungen an, zunächst 25...De6 um den etwas verirrten Turm zu befragen, dem aber noch die Dame 26. Dd3 Rückhalt geben kann. Der stille Versuch, den Turm und d-Bauern mittels 25...Kb7 und der Drohung Sd5-e7/c7 anzugreifen, bringt ebenfalls keinen Vorteil. Es wäre aber eine gute Option gewesen, um die Partie offener zu halten. Leider ist so ein Zug in einer solchen Stellung auch nicht einfach zu berechnen, daher prüfte ich die beiden Bauernvorstöße. 25...h3 wird mit 26.g3 beantwortet, wäre allerdings eine weitere Möglichkeit, den Kampf fortzusetzen. Die beiden letztgenannten Pläne würden Stellungen mit beiderseitigen Chancen ergeben, allerdings versprach ich mir von 25...g3 mehr. Zugrunde lag ein Rechenfehler. Zunächst folgte die erzwungene Fortsetzung 26. fxg3 hxg3 27.hxg3 Dxg3 28. Txd5 Tdg8 29. Df1 Einziger Zug und eben jener, den ich vor meinem 25. Zug nicht gesehen hatte. Nach 29.De2 Dh2+ fällt der Bauer g2 und mit ihm seine Königin. Noch etwas hübscher fand ich 29. Lg5 Txg5 30.Txg5 De3+! 31. Kf1 Th1 Matt. Nun aber ist die Stellung Remis. 29...Dh2+ 30. Kf2 Dh4+ 31. Kg1 Dh2+

Flüchtet der weiße König auf die e-Linie, so gewinnt Schwarz den Turm. Zeit, den Angriff zu verstärken, hat er jedoch nicht, daher:
1/2-1/2

Zum Nachspielen:


Am kommenden Sonntag findet das Halbfinale statt. Im Heimspiel gegen Bensheim ermitteln wir nicht nur einen Finalisten, sondern gleichzeitig einen Teilnehmer des Deutschen Mannschaftspokals. Das wäre 10 Jahre nach unserer letzten Teilnahme (damals noch ohne mich) ein schöner Erfolg. Vorher gibt es morgen noch unser Sommerfest, mögen die Wettergötter uns wohlgesonnen sein... ;-)

Und den ersten Tipp der neuen Fußballsaison kann ich auch loswerden. Die Eintracht gewinnt im DFB-Pokal gegen Wilhelmshaven mit 5-1. Mit den Fußballern will auch ja auch ein Halbfinale sehen diese Saison...

Dienstag, 27. Juli 2010

Kleiner schachlicher Ausblick

Nachdem in letzter Zeit mangels Aktivität und auch in Anbetracht meiner Klausurphase und den folgenden Feiern kaum Platz für Schach hier blieb, kommt hiermit endlich wieder etwas zum königlichen Spiel.

Unser Viertelfinale des hessischen Viererpokals gegen Eschborn ist zeitlich und räumlich verlegt worden und findet am kommenden Sonntag, 1. August, in Eschborn statt.

Die Mannschaftsaufstellungen für die kommende Saison sind mittlerweile auch veröffentlicht. Wir werden folgendermaßen spielen:

FM Peter Staller (DWZ 2191)
Lather (2237)
FM Oliver Uwira (2190)
Gerd Graf (2156)
Christof Goll (2002)
Mike Rosa (2053)
Hendrik Zimmermann (2009)
Sven Perlitz (1960)

Das ergibt einen DWZ-Schnitt von 2100, dennoch sind wir wieder nur Mitfavorit um den einen Platz, der in die Hessenliga führt.

Direkt zu Saisonbeginn spielen wir dann auch in Bensheim (2064) und danach gegen Dettingen (2111). Nach diesen beiden Spielen kann man dann absehen, ob wir vom Aufstieg träumen dürfen, zumal es noch vor dem Jahreswechsel zum Treffen mit der zweiten Mannschaft von Griesheim(DA) (2164) kommt. Dann sind schon nach 4 von 9 Spieltagen alle nominellen Brocken hinter uns. Allerdings muss auch gegen die restlichen Teams - in meinen Augen vor allem Langen und die jungen Roßdörfer - erstmal gewonnen werden.

Auch wenn viele starke Turniere wie Dortmund und Biel gerade im Gange waren oder noch sind, will ich hier ein Kleinod präsentieren, dass mir durch die Schachecke in der NZZ zugetragen wurde.


Schwarz hatte soeben 1...Ke6-f5 gezogen, um den weißen Turm zu einer Erklärung zu nötigen. Ex-Weltmeister Wassili Smyslow hatte aber sicher schon vorher das wunderschöne 2.g4+! gesehen. Nun verliert jeder Zug des Königs außer 2...Kxe4 den Läufer, aber nach der Annahme des Opfers folgte 3.Sf2+ Kxf4 4. Tg1!.



Es droht Matt durch 5.Ld2 und die einzige Verteidigung 4...e4 scheitert an dem einzügigen Matt 5.Sh3.

Eine der schönsten Kombinationen, die ich überhaupt gesehen habe. Das Zusammenspiel der Figuren grenzt an eine Komposition.

Sonntag, 18. Juli 2010

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge...

...genieße ich gerade die Tatsache, dass auch jene beiden Klausuren ('Statistik und Qualitätssicherung' und 'Bildverarbeitung 2/II'), bei denen mein Gefühl keineswegs gut war, bestanden sind.

Ja, nicht nur bestanden, sondern beide sogar mit 2,7. Damit hätte ich unmittelbar nach Abgabe nun wirklich nicht gerechnet. Somit fehlt nur noch die Fertigstellung des Abschlußberichtes zum Projekt ('Particle Tracking') bis Ende des Monats und die Veröffentlichung der Noten der Klausur 'Signalverarbeitung 2'. Letztere wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Bereich 1-2 liegen und ersteres stellt ebenfalls kein ernsthaftes Problem dar, womit das - extrem anstrengende und anspruchsvolle - Semester endlich abgeschlossen wäre.

Das weinende Auge? - Es tränt nur ein wenig, keine Sorge ;-)
Kein passendes Schachturnier in nächster Zeit, nun da ich doch wieder etwas Zeit und Lust hätte. Und (wie immer) zu kurze Ferien bis dann mein berufspraktisches Semester am 11. August bei Merck beginnt.

Aber über diese schmerzlichen Tatsachen werde ich sicher hinwegkommen und sobald ich Freizeit zu Hause nutze, wird es hier auch wieder ein wenig konkreter um Schach gehen.

Dienstag, 13. Juli 2010

Ein Buch, Probleme lösen und Problemlösungen

Mein Gefühl bezüglich der freitäglichen Klausur in Optischer Messtechnik war offenbar völlig falsch.

Heute habe ich vom Dozenten ein Buch samt Karte als Geschenk erhalten, dass mich als besten Absolventen dieser Klausur (Note 1,0) ausweist. Geiles Gefühl!

Dafür liefen die beiden Klausuren 'Statistik und Qualitätssicherung' gestern sowie 'Bildverarbeitung 2/II' heute mehr als bescheiden. In beiden Fächer zähle ich mich normalerweise zu den besten Studenten. Mit etwas Glück habe ich bestanden, die Meinung der anderen ist leider noch viel weniger druckreif...

Aus (schachlich) aktuellem Anlass möchte ich noch etwas äußern. Die Farce - anders kann man es nicht mehr ausdrücken - um unsere Nationalmannschaft geht in die nächste Runde. Zurecht haben neben den großen Schachseiten auch einige Blogger das Thema angeschnitten.

An dieser Stelle sei allgemein die schlichte, aber inhaltsreiche Seite von Losso erwähnt. Mit den Problemen mühe ich mich selbst regelmäßig vergeblich ab, auch wenn mir hier und da eine Idee entfährt. Dieses Mal musste ich aber 'meinen Senf dazu geben' und da ich es hierher nicht stupide kopieren möchte, muss seine lobenswerte Seite verlinkt werden. Ihr findet mich unter den Kommentatoren...

Samstag, 10. Juli 2010

Fast alles wunderbar

Die Präsentation des Projektes ist geschafft, die Klausur Optische Messtechnik lief gut. Eine richtig gute Note wird es diesmal leider ziemlich sicher nicht, aber zum Bestehen sollte es reichen - was angesichts von fast keinerlei Zeit zur Klausurvorbereitung ja doch zufriedenstellend wäre...

Heute Abend schießt Miro Klose dann zwei Tore zu einem Rekord für die Ewigkeit. Für Fußballunkundige sei erklärt: Dann hätte er 16 Tore in Weltmeisterschafts-Endrunden geschossen und ich bezweifle, dass diese Marke in den nächsten Jahrzehnten übertroffen wird.

Meine letzten Tipps für diese Weltmeisterschaft:

Deutschland - Uruguay 4-1
Befreit aufgespielt läuft es wieder mit schönem Fußball.

Niederlande - Spanien 0-3
Ich glaube nicht an unsere Nachbarn, wobei ich mir lieber ein spannendes Spiel wünschen würde.

Und damit verabschiede ich mich wieder zu Skripten und Übungen, auf dass die beiden letzten und schwersten Klausuren dieses Semester auch noch überstanden werden.