Samstag, 28. August 2010

Optimistisch


...blicke ich auf den Rest des Wochenendes. Die Eintracht besiegt den HSV mit 3-2 und morgen gewinnen wir das jedes Jahr nette Einladungsturnier in Griesheim. Auflaufen werden Oli Uwira, Gerd Graf, Sven Perlitz, Richard Günzler und ich selbst.

Leider kam ich noch immer nicht dazu, die Partie aus dem Pokal-Halbfinale gegen Bensheim zu kommentieren. Das werde ich in den nächsten Tagen nachholen, so lange noch ein Bilderrätsel: Wer ist das?

Samstag, 21. August 2010

Kurz gemeldet

Mein Tipp zum DFB-Pokal lag ja nicht weit neben der Realität, leider haben wir aber am letzten Sonntag das Halbfinale des Hessenpokals gegen Bensheim verloren. Mehr dazu und auch meine Partie wird es im Laufe der nächsten Tage hier zu belächeln geben. ;-)

Für den heutigen Bundesligaauftakt möchte ich noch schnell meinen Tipp abgeben. Frankfurt gewinnt 3-1 in Hannover (und der OFC schießt in Liga 3 auch noch ein Tor mehr als Regensburg).

In den letzten Wochen habe ich relativ wenig geschrieben. Auch dazu möchte ich ein paar Worte verlieren. Zunächst kam nach der Klausurphase mein 'Urlaub', der mich nur selten in die Nähe eines PCs brachte und seit dem 11.8. befinde ich mich im berufspraktischen Semester bei Merck in Darmstadt, was bedeutet: Vollzeit arbeiten und die freie Zeit für den Rest des Sommerwetters nutzen....

Freitag, 13. August 2010

Ramlow - Lather

Am vergangenen Sonntag fand das letzte Viertelfinale um den Hessischen Mannschaftspokal statt. In Eschborn konnten wir uns knapp mit 2,5-1,5 durchsetzen und ich kam endlich wieder zum Schach spielen...

Zuerst hatte Christof Goll an Brett 4 seinen Vorteil solide verwertet und uns in Führung gebracht. Just in dem Moment, da Oli Uwira am dritten Brett nach komplizierter Partie gewann, hatte ich die Endstellung gegen Marcus Ramlow erreicht und konnte den Mannschaftssieg sichern. Peter Staller hatte gegen Erhard Leimeister am Spitzenbrett keinen guten Tag und unterlag.

Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit war meine Eröffnungskenntnis schlechter als die meines Gegners. Diesmal allerdings in meiner 'Lieblingszweitwaffe', dem Schara-Hennig-Gambit. Nach 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Sc3 c5 4. cxd5 cxd4 5. Da4+ Ld7 6. Dxd4 exd5 7. Dxd5 Sc6 8. e3 Sf6 9. Dd1 Lc5 10. Sf3 De7 11. Le2 O-O-O 12. O-O g5 13. b4 Lxb4 14. Db3


war ich mir unsicher, ob ich hier zuerst zuerst 14...Kb8 spielen sollte oder direkt
14...g4? Die Entscheidung war falsch. Der König musste aus der Schusslinie gebracht werden, auch wenn die Datenbanken meinen Partiezug als Hauptfortsetzung ausweisen. Die logische Folge war 15. Sd4 Sxd4 16. exd4 Lxc3 Zu dieser Position fand ich noch eine alte Partie zwischen Portisch und Velimirovic, die Weiß aber souverän gewann. Velimirovic spielte hier 16...Le6. 17. Dxc3+ Kb8N Der erste völlig neue Zug, die letzte Partie mit 17...Lc6 endete aber 5 Züge später 1-0!


So haben wir also die kritische Stellung der Partie erreicht. Weiß verfügt über das Läuferpaar und das Zugrecht. Das einzige Problem, dass er zu lösen hat, formulierte mein Gegner auch direkt nach der Partie in der kurzen Analyse: 'Wohin mit dem schwarzfeldrigen Läufer?'. Mit Hilfe der Rechenknechte und einem tieferen Blick auf diese Stellung wage ich eine Antwort: 'Vorerst nach c1!'. Noch ist unklar, wo der Läufer seinen besten Platz findet. Der Ausfall nach g5 scheitert an 18...Se4, während 18.Lf4+ Ka8 nur die schwarze Königssicherheit verbessert und den Läufer verwundbar macht. Der verbliebene Gaul strebt ohnehin nach d5...

Von daher sollte man wohl tatsächlich so spielen, wie ich bereits im Laufe der Partie vermutete und befürchtete: 18.Te1 und nach 18....Sd5 19. Da5!. In dieser Stellung drohen permanent Abzüge des weißfeldrigen Läufers sowie die Verstärkung des weißen Angriffs, wobei alle schwarzen Figuren abgesehen vom Springer schlecht stehen. In der Partie folgte der einzige schwache weiße Zug und sofort ist die Lage wieder 'unklar bis ausgeglichen' 18. Db2? Sd5 19. Lb5 h5 20. Ld2 Hier kann der Läufer auf Dauer nicht gut stehen, aber immerhin schränkt er den Springer ein und verbindet die Türme - und wohin soll er denn sonst?! 20...Lxb5 21. Dxb5 h4 22. Tfe1 Dd6 23. Tab1 b6 24. Te5 Leitet ein interessantes Turmmanöver ein, das aber keinesfalls schlecht ist. 24...f6 25. Tf5


Hier steht Schwarz nochmals am Scheideweg. Es bieten sich verschiedene Fortsetzungen an, zunächst 25...De6 um den etwas verirrten Turm zu befragen, dem aber noch die Dame 26. Dd3 Rückhalt geben kann. Der stille Versuch, den Turm und d-Bauern mittels 25...Kb7 und der Drohung Sd5-e7/c7 anzugreifen, bringt ebenfalls keinen Vorteil. Es wäre aber eine gute Option gewesen, um die Partie offener zu halten. Leider ist so ein Zug in einer solchen Stellung auch nicht einfach zu berechnen, daher prüfte ich die beiden Bauernvorstöße. 25...h3 wird mit 26.g3 beantwortet, wäre allerdings eine weitere Möglichkeit, den Kampf fortzusetzen. Die beiden letztgenannten Pläne würden Stellungen mit beiderseitigen Chancen ergeben, allerdings versprach ich mir von 25...g3 mehr. Zugrunde lag ein Rechenfehler. Zunächst folgte die erzwungene Fortsetzung 26. fxg3 hxg3 27.hxg3 Dxg3 28. Txd5 Tdg8 29. Df1 Einziger Zug und eben jener, den ich vor meinem 25. Zug nicht gesehen hatte. Nach 29.De2 Dh2+ fällt der Bauer g2 und mit ihm seine Königin. Noch etwas hübscher fand ich 29. Lg5 Txg5 30.Txg5 De3+! 31. Kf1 Th1 Matt. Nun aber ist die Stellung Remis. 29...Dh2+ 30. Kf2 Dh4+ 31. Kg1 Dh2+

Flüchtet der weiße König auf die e-Linie, so gewinnt Schwarz den Turm. Zeit, den Angriff zu verstärken, hat er jedoch nicht, daher:
1/2-1/2

Zum Nachspielen:


Am kommenden Sonntag findet das Halbfinale statt. Im Heimspiel gegen Bensheim ermitteln wir nicht nur einen Finalisten, sondern gleichzeitig einen Teilnehmer des Deutschen Mannschaftspokals. Das wäre 10 Jahre nach unserer letzten Teilnahme (damals noch ohne mich) ein schöner Erfolg. Vorher gibt es morgen noch unser Sommerfest, mögen die Wettergötter uns wohlgesonnen sein... ;-)

Und den ersten Tipp der neuen Fußballsaison kann ich auch loswerden. Die Eintracht gewinnt im DFB-Pokal gegen Wilhelmshaven mit 5-1. Mit den Fußballern will auch ja auch ein Halbfinale sehen diese Saison...

Dienstag, 27. Juli 2010

Kleiner schachlicher Ausblick

Nachdem in letzter Zeit mangels Aktivität und auch in Anbetracht meiner Klausurphase und den folgenden Feiern kaum Platz für Schach hier blieb, kommt hiermit endlich wieder etwas zum königlichen Spiel.

Unser Viertelfinale des hessischen Viererpokals gegen Eschborn ist zeitlich und räumlich verlegt worden und findet am kommenden Sonntag, 1. August, in Eschborn statt.

Die Mannschaftsaufstellungen für die kommende Saison sind mittlerweile auch veröffentlicht. Wir werden folgendermaßen spielen:

FM Peter Staller (DWZ 2191)
Lather (2237)
FM Oliver Uwira (2190)
Gerd Graf (2156)
Christof Goll (2002)
Mike Rosa (2053)
Hendrik Zimmermann (2009)
Sven Perlitz (1960)

Das ergibt einen DWZ-Schnitt von 2100, dennoch sind wir wieder nur Mitfavorit um den einen Platz, der in die Hessenliga führt.

Direkt zu Saisonbeginn spielen wir dann auch in Bensheim (2064) und danach gegen Dettingen (2111). Nach diesen beiden Spielen kann man dann absehen, ob wir vom Aufstieg träumen dürfen, zumal es noch vor dem Jahreswechsel zum Treffen mit der zweiten Mannschaft von Griesheim(DA) (2164) kommt. Dann sind schon nach 4 von 9 Spieltagen alle nominellen Brocken hinter uns. Allerdings muss auch gegen die restlichen Teams - in meinen Augen vor allem Langen und die jungen Roßdörfer - erstmal gewonnen werden.

Auch wenn viele starke Turniere wie Dortmund und Biel gerade im Gange waren oder noch sind, will ich hier ein Kleinod präsentieren, dass mir durch die Schachecke in der NZZ zugetragen wurde.


Schwarz hatte soeben 1...Ke6-f5 gezogen, um den weißen Turm zu einer Erklärung zu nötigen. Ex-Weltmeister Wassili Smyslow hatte aber sicher schon vorher das wunderschöne 2.g4+! gesehen. Nun verliert jeder Zug des Königs außer 2...Kxe4 den Läufer, aber nach der Annahme des Opfers folgte 3.Sf2+ Kxf4 4. Tg1!.



Es droht Matt durch 5.Ld2 und die einzige Verteidigung 4...e4 scheitert an dem einzügigen Matt 5.Sh3.

Eine der schönsten Kombinationen, die ich überhaupt gesehen habe. Das Zusammenspiel der Figuren grenzt an eine Komposition.

Sonntag, 18. Juli 2010

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge...

...genieße ich gerade die Tatsache, dass auch jene beiden Klausuren ('Statistik und Qualitätssicherung' und 'Bildverarbeitung 2/II'), bei denen mein Gefühl keineswegs gut war, bestanden sind.

Ja, nicht nur bestanden, sondern beide sogar mit 2,7. Damit hätte ich unmittelbar nach Abgabe nun wirklich nicht gerechnet. Somit fehlt nur noch die Fertigstellung des Abschlußberichtes zum Projekt ('Particle Tracking') bis Ende des Monats und die Veröffentlichung der Noten der Klausur 'Signalverarbeitung 2'. Letztere wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Bereich 1-2 liegen und ersteres stellt ebenfalls kein ernsthaftes Problem dar, womit das - extrem anstrengende und anspruchsvolle - Semester endlich abgeschlossen wäre.

Das weinende Auge? - Es tränt nur ein wenig, keine Sorge ;-)
Kein passendes Schachturnier in nächster Zeit, nun da ich doch wieder etwas Zeit und Lust hätte. Und (wie immer) zu kurze Ferien bis dann mein berufspraktisches Semester am 11. August bei Merck beginnt.

Aber über diese schmerzlichen Tatsachen werde ich sicher hinwegkommen und sobald ich Freizeit zu Hause nutze, wird es hier auch wieder ein wenig konkreter um Schach gehen.

Dienstag, 13. Juli 2010

Ein Buch, Probleme lösen und Problemlösungen

Mein Gefühl bezüglich der freitäglichen Klausur in Optischer Messtechnik war offenbar völlig falsch.

Heute habe ich vom Dozenten ein Buch samt Karte als Geschenk erhalten, dass mich als besten Absolventen dieser Klausur (Note 1,0) ausweist. Geiles Gefühl!

Dafür liefen die beiden Klausuren 'Statistik und Qualitätssicherung' gestern sowie 'Bildverarbeitung 2/II' heute mehr als bescheiden. In beiden Fächer zähle ich mich normalerweise zu den besten Studenten. Mit etwas Glück habe ich bestanden, die Meinung der anderen ist leider noch viel weniger druckreif...

Aus (schachlich) aktuellem Anlass möchte ich noch etwas äußern. Die Farce - anders kann man es nicht mehr ausdrücken - um unsere Nationalmannschaft geht in die nächste Runde. Zurecht haben neben den großen Schachseiten auch einige Blogger das Thema angeschnitten.

An dieser Stelle sei allgemein die schlichte, aber inhaltsreiche Seite von Losso erwähnt. Mit den Problemen mühe ich mich selbst regelmäßig vergeblich ab, auch wenn mir hier und da eine Idee entfährt. Dieses Mal musste ich aber 'meinen Senf dazu geben' und da ich es hierher nicht stupide kopieren möchte, muss seine lobenswerte Seite verlinkt werden. Ihr findet mich unter den Kommentatoren...

Samstag, 10. Juli 2010

Fast alles wunderbar

Die Präsentation des Projektes ist geschafft, die Klausur Optische Messtechnik lief gut. Eine richtig gute Note wird es diesmal leider ziemlich sicher nicht, aber zum Bestehen sollte es reichen - was angesichts von fast keinerlei Zeit zur Klausurvorbereitung ja doch zufriedenstellend wäre...

Heute Abend schießt Miro Klose dann zwei Tore zu einem Rekord für die Ewigkeit. Für Fußballunkundige sei erklärt: Dann hätte er 16 Tore in Weltmeisterschafts-Endrunden geschossen und ich bezweifle, dass diese Marke in den nächsten Jahrzehnten übertroffen wird.

Meine letzten Tipps für diese Weltmeisterschaft:

Deutschland - Uruguay 4-1
Befreit aufgespielt läuft es wieder mit schönem Fußball.

Niederlande - Spanien 0-3
Ich glaube nicht an unsere Nachbarn, wobei ich mir lieber ein spannendes Spiel wünschen würde.

Und damit verabschiede ich mich wieder zu Skripten und Übungen, auf dass die beiden letzten und schwersten Klausuren dieses Semester auch noch überstanden werden.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Guter Auftakt in die Klausurphase

Die beiden ersten - vermutlich leichtesten - Klausuren dieses Semesters sind geschrieben. Am Montag in Signalverarbeitung 2 lief alles wie geschmiert und wenn ich mir nicht allzu viele Rechenfehler geleistet habe, dann ist die 1,0 möglich. Eine gute Note wird es aber definitiv.

Lasertechnik und Photonik gestern lief dann auch sehr zufriedenstellend. Der Dozent hat - wie fast immer - auch direkt im Anschluss korrigiert und die Noten veröffentlicht. 1,3 klingt gut, auch wenn die 1,0 sicherlich möglich war. Dummerweise unterlief mir der ein oder andere Leichtsinnsfehler. Nichtsdestotrotz bin ich zufrieden.

Jetzt wird für die weiteren Prüfungen gelernt und dann heute Abend der Finaleinzug der Deutschen verfolgt.

Montag, 5. Juli 2010

The Way of the Champions

Ja ne, is klar!

Haltet mich für betrunken, streitet meine Kompetenz ab...

Ich tippe 2-0, aber wir gewinnen auf jeden Fall!

Yo!

Im Finale dann Holland 4-1 abgewatscht, weil die nix können...

Yo!

Dienstag, 29. Juni 2010

What a beautiful day...

Natürlich geht es um den Sonntag.
Hessischer Mannschaftspokal gegen Caissa Kassel 2. In Kassel. Spielbeginn 14 Uhr.
WM in Südafrika. Deutschland gegen England. In Bloemfontein. Spielbeginn 16 Uhr.

Eine denkbar unangenehme Konstellation, aber mangels Alternativen fuhren dann doch Oli, Gerd, Sven und ich mit dem Zug Richtung Nordhessen und hofften, dort das Spiel verfolgen zu können. Wie sicher auch bei einigen anderen Schachspielern überwog das Fußballfieber und nach 4 kampflosen Remisen in den Turnierpartien spielten wir direkt den Stichkampf, den wir 3,5-0,5 gewannen und somit die nächste Runde erreichten. Den halben Punkt gab ich ab. Mit Mehrturm auf dem Brett beim Stande von 3-0. ;-)

Danach wurde die Bude von Oli Koeller unsicher gemacht und auf einer großen, aber leider etwas überbelichteten Leinwand das Spiel verfolgt. Von den Engländern war wenig zu sehen, was nicht nur am Kick, sondern vor allem an den roten Trikots lag.
Zum Spiel sei nur gesagt: Er war nicht drin!
Englische Buchmacher haben übrigens zumindest zum Teil ausgezahlt an die sicher nicht zahlreichen, die 4-2 getippt hatten. Hier sei nochmal an meinen Tipp erinnert: 4-2!

Jetzt rückt die Klausurphase immer näher, wie ich auch beim Blick in die Zukunft mal eingetragen habe. Daher wird es von meiner Seite hier etwas ruhiger zugehen in den nächsten beiden Wochen, aber die Tipps will ich nicht verheimlichen...

Niederlande - Brasilien 0-1
Große Namen, wenig los. Bin da noch an der Uni.

Uruguay - Ghana 2-1
Der Stimmung wegen bin ich für die Ghanaer, aber der Tipp schiene mir zu verwegen.

Deutschland - Argentinien 2-1 n.V.
Vermutlich der unangenehmste Gegner für unsere Jungs, aber ausscheiden werden sie nicht.

Paraguay - Spanien 0-1
Wer gegen Japan schon nicht durchkommt...

PS: Für Samstag ist Fußball im Celtic Garden geplant, wo anschließend die Tourettes noch ein Konzert geben. Der Plan, jedes deutsche Spiel an einem anderen Ort zu sehen, läuft.

Freitag, 25. Juni 2010

Achtelfinale

Immerhin das letzte Spiel (Chile - Spanien) habe ich zum Ende der Vorrunde richtig prognostiziert. In meinen Augen übrigens auch das beste Spiel der gesamten Gruppenphase. Nun - da das KO-System ganz eigene Gesetze hat, wird es nicht einfacher. Klar ist mir eigentlich nur der Erfolg unseres Teams...

Uruguay - Südkorea 3-0
Klare Sache für die Urus.

USA - Ghana 2-2 3-5 n.E.
Knallerspiel. Hätte keinen Verlierer verdient.

Deutschland - England 4-2
Und falls es im Spiel nicht klappt, dann eben aus 11 Metern.

Argentinien - Mexico 2-1
Nicht deutlich, aber verdient.

Niederlande - Slowakei 1-2
Nicht, dass die Slowaken übermächtig wären. Einfach ein Gefühl.

Brasilien - Chile 3-2 n.V.
Nach den Auftritten vom dritten Spieltag eher 0-3, aber die Selecao musste ja nicht mehr.

Paraguay - Japan 1-0
Unspektakulär.

Spanien - Portugal 2-1
Ganz unsicher beim Tipp. Derby halt...

Montag, 21. Juni 2010

Rest der Vorrunde

Die Tipps vom zweiten Spieltag waren kaum besser als beim ersten. Dänemarks Sieg gegen Kamerun war sicher kein Sensationstipp, da sticht eher Paraguays 2-0 gegen die Slowaken heraus. Herausragend war aber Rizzards richtige Prognose zum Spiel der Italiener gegen Neuseeland. Das hätte in den Wettbüros sicher eine gute Quote ergeben. Kevin lag in der 'deutschen' Gruppe richtig mit dem 1-1 zwischen Ghana und Australien und beim Sieg der Spanier heute.

Damit aber weiter zu den ausstehenden Spielen:

Frankreich - Südafrika 0-2
Frankreich ist bei mir in Misskredit geraten.

Mexico - Uruguay 1-1
Warum sollten die was riskieren?!

Nigeria - Südkorea 2-1
Wenigstens eine afrikanische Mannschaft weiter.

Griechenland - Argentinien 0-3
Muss nicht erklärt werden ;-)

USA - Algerien 2-1
Eintracht im Achtelfinale.

Slowenien - England 2-1
Britischer Hühnerhaufen...

Australien - Serbien 1-0
Soccerooooos!

Ghana - Deutschland 1-3
Nicht zu knapp und nicht zu deutlich. Muss donnerstags früh raus.

Slowakei - Italien 1-1
Noch so ein Hühnerhaufen.

Paraguay - Neuseeland 0-1
Ich würde es den Neuseeländern einfach gönnen!

Kamerun - Niederlande 1-1
Nicht eingespielte B-Elf der Oranje.

Dänemark - Japan 2-1
Nervenstärke haben die Dänen ja schon gegen Kamerun bewiesen.

Nordkorea - Elfenbeinküste 1-1
Mal wieder ein Bauchgefühl.

Portugal - Brasilien 2-3
Munteres Duell der zweiten Garden.

Schweiz - Honduras 2-0
Falls nicht wieder so ein unfähiger Schiri pfeift.

Chile - Spanien 1-2
Spanien hat immer noch verdammt viel Potential.

Wie immer bin ich gespannt auf Meinungen und Kommentare. Und einen guten Platz für Public Viewing am Mittwoch suche ich auch noch - jeden deutschen Spieltag ein neuer Ort!

Mittwoch, 16. Juni 2010

WM, Spieltag 2

Direkt nach dem Rausch des Sieges der Schweizer, denen ich mit aller Kraft die Daumen drücke, freue ich mich verkünden zu dürfen: Meine Tipps waren nicht gut!

Nur ein einziges Mal (Uruguay - Frankreich) traf ich ins Schwarze, fünf Mal lag ich um ein Tor daneben. Über dem Rest liegt Schweigen...

Trotzdem tippe ich rechtzeitig weiter und zwar diesmal zusammen mit meinen Freunden 'DeBabba' und 'Rizzard'.

Ich werde stets zuerst meinen Tipp, dann nach Semikolon den Tipp DeBabbas und nach einem weiteren Semikolon den Tipp Rizzards angeben. Die Kommentare stammen weiterhin nur von mir (sofern nicht anders angegeben).

Südafrika - Uruguay 1-1 : 1-0 : 1-0
Gastgeber sollten weiterkommen, aber gegen diesen Defensivverbund ist nicht mehr drin.

Argentinien - Südkorea 2-0 : 3-1 : 3-0
Südkorea ist stärker als ich erwartete, aber Argentinien war neben Deutschland die beste Mannschaft des ersten Spieltags.

Griechenland - Nigeria 1-2 : 0-2 : 0-2
Die alten Griechen.

Frankreich - Mexico 1-1 : 1-1 : 1-0
Beide zu schwach für einen Sieg. (DeBabba: Vor allem Frankreich!, Rizzard:'Überraschungssieg Frankreich!')

Deutschland - Serbien 2-2 : 2-1 : 3-0
Ein Dämpfer zur rechten Zeit, auch wenn ich mir mehr wünschen würde.

Slowenien - USA 1-1 : 1-3 : 1-2
Bauch.

England - Algerien 4-0 : 2-0 : 2-0
Three Lions return.

Niederlande - Japan 2-1 : 2-0 : 2-0
Überall verkappte Langläufer, aber Oranje kann kicken.

Ghana - Australien 1-2 : 3-1 : 3-1
Socceroos mag ich, außerdem schafft es Ghana ohnehin irgendwie ;-)

Kamerun - Dänemark 1-2 : 1-1 : 1-2
Kamerun steigert sich, Dänemark trotzdem besser.

Slowakei - Paraguay 0-0 : 0-2 : 1-1
Ich glaube nicht an diese Stürmer.

Italien - Neuseeland 1-0 : 1-0 : 1-1
Aber ich drücke All White die Daumen!

Brasilien - Elfenbeinküste 1-1 : 2-1 : 1-1
Drogba. Einfach nur Drogba. Auch wenn der Rest der Ivorer ebenso Qualität hat.

Portugal - Nordkorea 0-0 : 3-1 : 0-1
Wie soll Portugal da durchkommen?

An dieser Stelle Zeit für einen herrlichen Witz, den ich aufgefangen habe:
'Wie wird das Spiel Brasilien vs. Nordkorea denn laufen? Dürfen die Nordkoreaner überhaupt die eigene Hälfte verlassen?!'

Chile - Schweiz 1-1 : 1-2 : 0-1
Aber weiterhin wünsche ich unseren Nachbarn alles Gute.

Spanien - Honduras 6-0 : 3-0 : 0-0
Einhellige Meinung: Die Spanier sind sauer...

Weiterhin sind Kommentare erwünscht, also ran an die Tasten! - Ich bin dann wieder beim Fußball...

Dienstag, 15. Juni 2010

Wie ein alter Mann sich gleich zwei Micky-Maus-Hefte kaufte...

Um die Überschrift verständlich zu machen, müssen wir die Zeit zurückdrehen.

Sonntag, 13. Juni 2010.
8.55:
Erstaunlich wach für diese Uhrzeit mache ich mich auf den Weg zur Bahn. Das Willi-Ellenberger-Gedenkturnier steht an, 9 Runden Schnellschach ausgerichtet vom eigenen Verein. Das darf man natürlich nicht verpassen.
10.16:
Ankunft in Frankfurt-Griesheim, wo ich erstmal meine Tabakvorräte am Kiosk erweitere und dann ab zum Saalbau, um noch beim Aufbau zu helfen.
11.15:
Mit etwas Verspätung startet die erste Runde. Trotz 3 IM und 4 anderen FM im Feld bin ich an 4 gesetzt. Vielleicht ist ja tatsächlich ein Platz im Geld möglich.
Runde 1 bringt dann erstmal Ernüchterung. Gegen Rafael Murandian (ELO 1800) aus Bornheim stehe ich mit Schwarz lange Zeit sehr schlecht, bis er dann mit einer Fehleinschätzung ein undeckbares Matt zulässt. Sehr glücklicher Punkt für mich.
Runde 2 dann Weiß gegen Peter König (DWZ 1880) vom SK Langen. Alles läuft wunderbar, ich gewinne einen Bauern bei besserer Struktur...und fange dann an, meinen Vorteil nach und nach einzustellen, bis ich sogar in einem verlorenen Endspiel lande. Mein Gegner begnügte sich aber angesichts knapper Zeit mit einer Zugwiederholung und der Punkteteilung.
Runde 3 musste ich dann mit Schwarz gegen Harald Skarke (DWZ 1967) aus Neuberg ran. Nach ruhiger Eröffnung erhielt ich einigen Vorteil, fand aber zunächst keinen Weg in die weiße Festung. Wieder half mir gegnerische Zeitknappheit - am Ende konnte ich einen vollen Punkt verbuchen.
Vor der Mittagspause dann noch einmal mit den weißen Steinen in Runde 4 gegen FM Behrang Sadeghi (DWZ 2168) von den Sfr. Friedberg. Nach harmloser Eröffnung entstand eine Position mit besserer weißer Struktur gegen aktivere schwarze Figuren. Als ich seine Angriffsversuche abgewehrt hatte, war das Endspiel nur eine Frage der Technik gegen die vielen Schwächen. Somit 3,5/4 in der Tasche und einen leckeren Burger beim Imbiss nebenan verdient.
Nach der Mittagspause stand dann das vereinsinterne Duell gegen FM Oliver Uwira (DWZ 2204) mit Schwarz an. Da seine Pizza aber länger dauerte, war schnell ein Remis in der Turniertabelle zu finden.
Runde 6 bescherte mir dann Weiß gegen Vladislav Kolker (DWZ 2002), wiederum von den Sfr. Friedberg. Gegen ihn verlaufen meine Partien kurios bis abenteuerlich, schwanken von weißem zu schwarzem Vorteil, unabhängig von Bedenkzeit, Anlass und Farbe. Nur eines haben sie alle gemeinsam: Sie gehen immer unentschieden aus. So auch diesmal. ;-)
In Runde 7 musste sich dann langsam, aber sicher entscheiden, ob es nochmals nach vorne gehen kann, oder ob das Turnier gemütlich ausläuft. Mit Schwarz gegen Patrick Chandler (DWZ 2156) unterschätzte ich die Kraft eines eindringenden Turmes und ruinierte meine Stellung damit. Ohne Zeitmangel spielte er aber schnell wie immer und wurde dann von einem schwarzen Freibauern überrascht, der mit Schach zur Dame wurde und mir einen weiteren glücklichen Punkt einbrachte.
In der Vorschlußrunde kam es dann am Spitzenbrett mit Schwarz gegen IM Anatoli Donchenko (DWZ 2322) zu einer schnellen Punkteteilung. Ich hatte ausgeglichen, er bot Remis, ich reichte die Hand und beide waren zufrieden.
Die Auslosung wollte es dann, dass ich in der letzten Runde mit Weiß gegen Vereinskamerad Gerd Graf (DWZ 2156) spielen musste. Klar war: Mit einem Sieg wäre ich Dritter und es gäbe ein wenig Geld für das abendliche Fußballvergnügen...
Schnell hatte ich einen ordentlichen Vorsprung auf der Uhr erarbeitet und es kam dann ein Bauer hinzu. Allerdings erhielt Gerd immer mehr Gegenspiel für diesen Bauern und ich sah mich plötzlich mit beiderseits knapper Zeit in einem verlorenen Endspiel. Doch bei nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr entging ihm die Pointe meines allerletzten Tricks und in dann schon wieder für mich gewonnenen Stellung überschritt er die Zeit. Somit der dritte Platz und ein wenig Geld, um den Abend zu feiern.

Nach dem Abbau fanden sich dann Richard, Revilo und ich am Bahnhof ein, um den Weg nach Darmstadt anzutreten. Das Spiel der deutschen Kicker wollte verfolgt werden. Die Vordfreude steigerte sich immer weiter und auch der lange Anmarsch zu Fuß in Darmstadt bei einigen Regentropfen tat der Laune keinen Abbruch. Als Ziel war der Bayrische Biergarten auserkoren worden. Und auf eben jenem Fußweg dorthin begegneten uns zwei Kinder, die schon von weitem zu hören waren. Und sie antworteten uns auf die Frage, woher denn ihre Tröten kämen: 'Von dem Kiosk da hinten'...

An besagtem Ort angekommen erklärte uns der Besitzer, dass er keine Vuvuzelas verkaufen würde. 'Aber die Kinder hatten doch ihre Tröten von hier?' - 'Ach, die sind aus dem Micky-Maus-Heft!'. Und so erbaten wir drei Hefte, doch es gab nur noch zwei, die wir beide kauften. Nur um Tröten zu besitzen, aber das war es wert... ;-)

Einige Minuten nach dem Anpfiff des Spiels erreichten wir dann endlich unser Ziel, gerade rechtzeitig, um noch ein Bier vor dem ersten Tor zu bestellen. Den Rest dürfte sich jeder selbst ausmalen können. Mein Tipp wurde sogar noch übertroffen! Achja: Das Preisgeld überlebte diesen 13. Juni nicht ;-)

Donnerstag, 10. Juni 2010

Endlich wieder Fußball!

Nachdem der schachliche Cup in Form des Hessenpokals am vergangenen Sonntag für die erste Mannschaft noch verschoben wurde (Freilos) und die zweite leider nach Berliner Wertung ausschied, steht morgen endlich mal wieder Fußball auf dem Programm. Und da am Sonntag neben dem ersten Spiel der deutschen Kicker auch das Schnellschachturnier auf dem Programm steht, werde ich heute schon tippen. Und zwar nicht nur ein Spiel, sondern gleich den gesamten ersten Spieltag. Möge Euch mein Bauchgefühl amüsieren, gerne höre ich mir auch Tipps von anderen an...

Südafrika - Mexico 2-1
Erfolgreiche Gastgeber tun der Stimmung gut.

Uruguay - Frankreich 0-0
Südamerikanisches Bollwerk hält

Südkorea - Griechenland 0-0
Wer soll denn hier ein Tor schießen? Gekas, aber der wird bestenfalls mitverteidigen dürfen...

Argentinien - Nigeria 3-1
Argentinien ist einfach zu stark

England - USA 1-3
Die Briten bei großen Turnieren halt ;-)

Algerien - Slowenien 1-2
Aus dem Bauch heraus

Serbien - Ghana 3-1
Serbien ist der stärkere von zwei guten Gruppengegnern

Deutschland - Australien 4-1 (sic!)
Ja, ich glaube daran, auch wenn mir die Australier sympathisch sind, waren bei der WM 2006 eine herrliche Fangemeinde...

Niederlande - Dänemark 2-2
Bestes Spiel des ersten Spieltags. Sagt mein Bauch.

Japan - Kamerun 1-1
Wieder der Bauch

Italien - Paraguay 2-0
Weltmeister ohne Glanz, aber effektiv.

Brasilien - Nordkorea 6-0
Am Ende geht es sowieso 0-1 aus, aber ich wage den Tipp nicht.

Elfenbeinküste - Portugal 0-1
Ohne Drogba geht nichts mehr.

Neuseeland - Slowakei 2-1
Wenn Australien schon verliert, dann muss wenigstens hier ein Sieg getippt werden.

Honduras - Chile 0-3
Ich kenne keinen einzigen Spieler aus Honduras...

Spanien - Schweiz 5-1
Den Schweizern würde ich auch was gönnen, aber gegen Spanien wird es erstmal bitter.

Sonntag, 6. Juni 2010

Pokalsieger



Nied 1 hat es geschafft und nach hartem Kampf Nied 2 mit 2,5-1,5 niedergerungen. Das war schon am 21. Mai, also nicht mehr ganz aktuell. Doch weil ich viel für die Hochschule zu tun hatte und meine Freizeit größtenteils fernab des heimischen Rechners zugebracht habe, findet sich hier immer noch kein Bericht. Das soll hiermit nachgeholt werden.

Zunächst die Fakten: Am ersten Brett schlägt Hendrik Zimmermann Oliver Uwira und bringt die zweite Mannschaft überraschend in Führung. Zu diesem Zeitpunkt stand auch ich gegen Richard Günzler schlechter - dazu später mehr - und es mussten also wieder einmal die hinteren Bretter richten. Dort erzielte als letzte laufende Partie Gerd Graf einen Sieg gegen Thomas Zöller, während kurz vorher Sven Perlitz und Walter Graebner eine gerechtfertigte Punkteteilung unter Dach und Fach brachten.

Und ich hatte vor den beiden letzten Entscheidungen mit Schwarz folgendes fabriziert:
1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 a6 6. Lg5 e6 7. f4 Sbd7 8. Df3
Dc7 9. O-O-O b5 10. Ld3 Lb7 11. The1 Db6 Soweit ist die Eröffnung gewissermaßen eine Überraschung. Beide spielen Repertoire! Da wir uns beide gut kennen, war eigentlich zu erwarten, dass mindestens einer - eher beide - mit einer Überraschung aufwartet. Allerdings waren wir beide auch vorher zu intensiv mit unserem Studium beschäftigt, um noch eine Abweichung auszuspähen, so dass es zu dieser 'Kuriosität' kommen konnte. Hier begann Richard schon kurz nachzudenken, um dann nach 12. Lxf6 gxf6 in die Stellung zu versinken. Er sah die Motive und Varianten der Theorie (13. Sd5 Dxd4 14. Lxb5 Dc5 und so weiter, üblicherweise in der Zugfolge 12. Sd5 Dxd4 13. Lxf6 gxf6), konnte aber die entstehenden Stellungen nicht abschätzen und entschied sich für das ruhige 13. Sce2 h5 Nimmt der weißen Dame das Feld h5 und ermöglicht dem Läufer eine Entwicklung nach h6. 14. Dh3 Jetzt droht der typische Einschlag auf e6.
14...O-O-O Mag seltsam aussehen, doch irgendwo muss der König ja hin. 15. f5 e5 16. Sb3


Soweit war alles in Ordnung, die Stellung ist wohl ausgeglichen. Im Übermut begann ich nun aber meinen Damenflügel in Bewegung zu setzen und damit meinen eigenen Monarchen in Kalamitäten zu bringen.
16...a5?! 17. Sc3 a4 18. Sd2 a3 Hier galt es wohl schon, mit 18...Lc6 kleinere Brötchen zu backen. 19. Sxb5 Der Knackpunkt der Partie. Ich hatte den Zug in der Vorausberechnung unterschätzt und wir waren (sind?!) uns beide einig, dass Weiß hiernach etwas besser steht. Noch stärker wäre aber wohl das von beiden unterschätzte Schlagen mit dem Läufer gewesen, das die d-Linie öffnet und somit meinen Gegenstoß 19...d5 verhindert. 20. exd5 Fritz pocht an dieser Stelle auf 20.Sxa3 und den Mehrbauern nach 20...Lxa3 21. bxa3. Sich dazu am Brett durchzuringen ist aber eine ganz andere Sache. 20...axb2+ 21.
Kb1 Lxd5 22. Sc4 Dc5 23. De3 Kb8(!) Auf diesen Zug bin ich doch ein wenig stolz, denn in solchen Stellungen findet man nicht gerade oft den allerbesten Zug laut Computer. Das Blatt beginnt sich zu wenden, Schwarz hat vielleicht schon etwas mehr als Ausgleich. Der Sinn des Zuges? - Schwarz droht auf c4 zu nehmen, weil die Damen nun nicht mehr mit Schach getauscht würden. 24. Sa5 Dxe3 25. Txe3 Lb4 26. Lf1 Der entscheidende Fehler, mit dem Rückzug nach e3 bliebe Weiß im Spiel, allerdings Schwarz am Drücker. 26...Sb6 27. c4 Zeitnot und Mangel an Alternativen. 27...Le4+ 0-1


Hier nochmal zum Durchklicken:



Ich möchte hier auch noch darauf hinweisen, dass unser Schnellschachturnier am kommenden Sonntag stattfindet. Ausnahmsweise im Saalbau Griesheim, da der Saalbau Nied renoviert wird.

Dienstag, 18. Mai 2010

Viele Wege führen nach Rom...



...und im Endspiel mit Türmen - insbesondere bei zweien auf jeder Seite - führen alle Wege zum Remishafen. Werft doch mal einen Blick auf die folgende Stellung aus einer aktuellen Partie zwischen zwei Großmeistern jenseits der 2600 ELO:


Schwarz zog 1...Txc2.

Montag, 17. Mai 2010

Blitz mit Handicap

Am vergangenen Samstag fand die MTS-Blitzeinzelmeisterschaft in Kelkheim statt. Sowas erfahre ich naturgemäß am Vorabend beim Spielabend und nach der ein oder anderen 'Gerstenkaltschale' beschloss ich dann, mich Oliver anzuschließen.

Mit etwas wenig Schlaf und den Gedanken nicht ganz bei der Sache fand ich dann statt der erwarteten 10 bis 12 Teilnehmer insgesamt 26 vor. Meine Blitzkünste wurden nach schwachem Start aber nicht besser und am Ende standen Niederlagen gegen die Co-Sieger Kaulfuss und Staiger zu Buche - Glückwunsch an beide! - und mit einer ganzen Reihe Remisen landete ich punktgleich mit Erich Zweschper auf dem geteilten dritten Platz. Bei Oliver lief es noch schlechter, er war in der Tabelle nur siebter. Dennoch sehr schön, dass bei der ersten Austragung dieses Turniers nach mehrjähriger Pause (soweit ich das verstanden habe) gleich so viele Teilnehmer verbucht werden konnten.

Morgen habe ich dann mein Vorstellungsgespräch bei Merck und hoffe meinen Platz für mein berufspraktisches Semester zu erhalten. Und am Freitag steigt dann das große Finale im Viererpokal...

Donnerstag, 13. Mai 2010

Griesheimer Schachtage 2010 - Teil II

Nach dem langen Samstag folgte wie zu erwarten ein Sonntag.
Hundemüde kam ich in Griesheim an und es galt, eine unangenehme schachliche Aufgabe zu lösen.

Runde 4 mit Schwarz gegen Raimund Höck (DWZ 1900, ELO 2049):

Beide Seiten bauten sich sehr ruhig und positionell auf. Meine (vielleicht nicht korrekten) Versuche, Öl ins Feuer zu gießen, schlugen fehl. Es entstand ein vollkommen ausgeglichenes Endspiel.
Angesichts des Turnierstandes und der Wertungsdifferenz war klar, dass ich zumindest noch einige Versuche unternehmen musste, auch da ich nie verlieren konnte. Am Ende konnte ich auch den vollen Punkt verbuchen.



In der letzten Runde kam es dann endlich zu einem Duell auf nomineller Augenhöhe.

Runde 5 mit Weiß gegen FM Igor Zuyev (DWZ 2263, ELO 2329):

Wiederum war ich schnell 'out of book' und konnte mit einem ruhigen Aufbau keinerlei Vorteil verbuchen. Dann gelang es mir, das Läuferpaar für eine leichte Schwächung meiner Bauernstruktur zu gewinnen und ein wenig besser zu stehen...nur, um das ganze dann leichtfertig in Folge einer Fehlkalkulation zu einem elementaren Remis abflachen zu lassen.



Nicht nur kurze, sondern gar keine Analysen diesmal?! - Richtig, mich interessiert nämlich eure Meinung. Ich werde meine Kommentare zu den beiden Partien nachtragen, wenn ich ein paar andere Einschätzungen gehört habe...

Noch ein Fazit des Turniers aus persönlicher Sicht: Ich sollte dringend wieder ein klein wenig Eröffnungstraining betreiben.

Achja: Den Abend ließ ich mit Waldi und Rizz ausklingen. Montag morgen habe ich dann gespürt, dass ich auch nicht jünger werde. ;-)

Mittwoch, 12. Mai 2010

Griesheimer Schachtage 2010

Am vergangenen Wochenende habe ich wie angekündigt die Griesheimer Schachtage mitgespielt und sogar meinen Tipp erfüllt. 4 Punkte aus 5 Runden und geteilter dritter, nach Wertung dann fünfter Platz am Ende.
Das entspricht fast genau den nominellen Erwartungen, was sich auch in +1 DWZ und +4 ELO zeigt. Auf dem Brett geschah aber doch das ein oder andere erwähnenswerte.

Runde 1 mit Weiß gegen Andre Bitzer (DWZ 1726/ keine ELO):

Freitagabend direkt von der Hochschule 'angereist' bescherte mir das Auslosungsprogramm gleich einen guten Bekannten gegen den ich bereits zum dritten Mal bei meiner fünften Teilnahme in Griesheim spielen musste. Allerdings erwies er sich bisher als angenehmer Gegner und überließ mir den vollen Punkt. So auch diesmal, bereits im sechsten Zug spielte er etwas schnell 6....c6 und ließ einen isolierten d-Bauern zu, den ich schnell gewann. Der Rest der Partie lief dann unter dem Motto 'Nur nicht als erster aufgeben'. Nach der Partie tranken wir dann noch ein Bier zusammen und ich kam angesichts der langwierigen Verbindung spät nach Hause.



Am nächsten Morgen stand ich dann in Darmstadt und wartete auf meine Straßenbahn. Doch die kam nicht, aus der Ferne ließ sich vermuten, dass ein Unfall passiert sein musste und nun ein Auto auf den Schienen jegliche Straßenbahn zum Stillstand zwang. Bald ward die böse Ahnung Gewissheit und so blieb mir nur der Fußweg zurück zum Hauptbahnhof um mit einem Taxi zum Spielort zu fahren. Teurer Spaß, aber immerhin kam ich pünktlich.

Runde 2 mit Schwarz gegen Johannes Neuner (DWZ 1877, ELO 1960):

Nach 15 Zügen entstand folgende Stellung aus einem Katalanen, nachdem beide schon eine Weile keine Theoriekenntnisse mehr hatten, was aus meiner Sicht natürlich ziemlich peinlich ist. Immerhin spiele ich selbst immer wieder Katalanisch, zum anderen hatte ich vor etwa einem Monat erst eben diese Variante mit Schwarz vorbereitet.


Hier zog ich 15...Sb8 und wollte mich mittels nachfolgendem Sc6 des lästigen Läufers auf a5 entledigen, wonach Schwarz keine Probleme haben sollte. Nach 16.Tac1 spielte ich das prophylaktische, aber langsame 16...h6, weil ich nicht weit genug rechnete. 16...Sc6! sichert Schwarz gutes Spiel, weil nach 17.e4 (davor hatte ich Angst) nach 17...Sxe4 18. Sxe4 Sxa5 19.Seg5 Lxg5 20.Sxg5 g6 21. Lxd5 Dxd5 noch der Springer g5 hängt, was mir während der Partie entging. Danach bewegte sich die Stellung zwischen Gleichgewicht und leichtem weißen Vorteil. Einer möglichen Zugwiederholung ging ich aus dem Wege und als beide Uhren nicht mehr allzuviel Restbedenkzeit anzeigten, entschied ein fröhliches beiderseitiges Gepatze die Partie.


In obiger Position spielte mein Gegner 27. Dc5. Während der Partie und der folgenden Analyse hielten wir beide den Einschlag auf e6/g6 für minderwertig, mein Rechner zeigt allerdings übergroße Kompensation für den kleinen Materialnachteil. Es folgte 27...S8d7 (e5) 28.Dg5 (Dc6) e5 (Sf8) 29.Se2 (Lxb6) Kh7 (Sf8) 30.Tc2 (De7) f6 0-1 und die weiße Dame ist gefangen. Frage- und Rufzeichen spare ich mir - der Lesbarkeit zuliebe. ;-) Seltsamerweise fanden wir in der Analyse außer 28. Dc6 und 30. De7 keinen der besseren Züge und letzteren nur dank Klaus Klundt.



Die Mittagspause nutzte ich dann gezwungenermaßen zu einigen Berichten für das Studium, um dann nachmittags gegen den nächsten alten Bekannten zu spielen. Mit Werner habe ich schon vor 15 Jahren bei Bezirkseinzelmeisterschaften der jüngeren Altersklassen die Klingen gekreuzt. In den letzten Jahren gingen allerdings alle Punkte an mich, wenn auch teilweise glücklich.

Runde 3 mit Weiß gegen Werner Hahn (DWZ 2012, ELO 2155):

Die Geschichte dieser Partie ist schnell erzählt. Ich behandelte die Eröffnung wiederum ohne Theoriewissen ziemlich sorglos und schlecht und stand mit Weiß schnell mit dem Rücken zur Wand. Einzig im 16. Zug hatte ich einmal die Möglichkeit mit 16.bxa6 im Spiel zu bleiben, aber wie so oft verstand ich das erst mit Hilfe von Freund Fritz. Im 17. Zug und bereits in sehr bedenklicher Lage entschied ich mich, einen Bauern zu opfern, um dann irgendwie ein Endspiel zu erreichen, dass ich hoffentlich halten kann. Wundervolle Aussichten! Zu meinem Glück spielte Werner dann nicht mit letzter Konsequenz, sondern eher sicher auf zwei Ergebnisse. So ging mein Plan letztlich auf. Mittlerweile bin ich selbst erstaunt über mein Talent ruinöse Stellungen aufzubauen und aus diesen dann noch etwas Zählbares zu erzielen...



Am Abend ging es dann mit zwei Schachfreunden zu einem Kommilitonen: Grillabend. Wie es dann am letzten Turniertag nach wenig Schlaf weiterging erfahrt ihr morgen gegen Abend.

Freitag, 7. Mai 2010

Wieder eine Woche geschafft

Viel zu viel zu lernen, schreiben, rechnen, etc für die Uni. Trotzdem will ich wenigstens die üblichen Tipps abgeben und hoffe auf Besserung in den kommenden Wochen, auf dass ich hier wieder mehr und ausführlicher schreiben kann.
Die Eintracht - ganz klar - gewinnt in Wolfsburg. Auch wenn mein Bauchgefühl eher ein Unentschieden vorhersieht, kann ich das am letzten Spieltag natürlich nicht tippen. ;-)
Ich selbst werde ab heute Abend die Griesheimer Schachtage mitspielen, ein eher kleines 5-ründiges Turnier, dass ich angesichts von Spielbedingungen, Organisation, Verpflegung nur rundum empfehlen kann. Auch hierzu ausnahmsweise ein Tipp, weil ich schon einige Male dort mitgespielt habe und immer (geteilter) Dritter mit 4 Punkten wurde: Ich hole wieder 4 Punkte und werde Dritter.
Wenn ich die Zeit finde, wird es hier auch die ein oder andere abendliche Kurzmeldung und/oder Partie schon im Laufe des Wochenendes geben.

Samstag, 1. Mai 2010

Im Schatten der Bayern

Die Bundesliga neigt sich dem Ende zu und während neutrale Beobachter ein langweiliges Unentschieden auf Schalke zur Kenntnis nehmen, blamiert sich ein arrogant auftretender FC Bayern im Heimspiel gegen Bochum und verliert 0-3.

Kaum einer außerhalb der Frankfurter Fangemeinde nimmt Notiz vom viel zu knappen 5-1 gegen einen Hoffenheimer Hühnerhaufen und der Verabschiedung der verdienten Recken Spycher, Liberopoulos und Pröll.

So in etwa stelle ich mir den Nachmittag vor, die Realität sieht meistens dann doch anders aus. Drei Laborberichte wollen vollendet werden, an andere Notwendigkeiten bezüglich des Studiums wage ich erst zu denken, wenn das geschafft ist.

Im Schatten der Bayern stand auch unser Sieg am Dienstag, zu dem ich in einer typischen Partie für abendliche Wettkämpfe einen Punkt beisteuerte. Weder ich noch mein Gegner Andreas Wagner bekleckerten sich mit Ruhm, Schach nach etwa 8 Stunden Uni und drei Bier in der Sonne (von meiner Seite)...

Hier die Partie kommentarlos, ich habe nicht mehr so viele Fragezeichen übrig ;-)

Mittwoch, 28. April 2010

Niedliches Finale

Gestern Abend konnte sich die erste Mannschaft im MTS-4er-Pokal gegen Steinbach 2 mit 2,5-1,5 durchsetzen. Damit lautet das Finale:
Nied 2 - Nied 1
Beide Teams sind somit auch für den hessischen Viererpokal qualifiziert.

Meine Partie folgt in den nächsten Tagen.

Montag, 26. April 2010

Finale und Lather - Prudlo

Mein Tipp zur Eintracht wurde diesmal übererfüllt. Statt des prognostizierten torlosen Unentschiedens gab es ein sehenswertes 3-3, auch wenn aus meiner Sicht das letzte Tor nicht mehr hätte sein müssen. ;-)

Und am Freitag hat es dann Nied 2 tatsächlich geschafft und mit der nötigen Portion Glück Hochheim aus dem Pokal geworfen. Sollte die erste Mannschaft morgen Abend nachziehen können, wäre das Traumfinale Nied 2- Nied 1 perfekt. Ich bin da guter Dinge.

Mit etwas Verspätung darf ich dann auch die Partie vom letzten Saisonspieltag gegen Heusenstamm hier präsentieren. Mit Weiß gegen Simon Prudlo lief ich direkt in seine Vorbereitung und konnte nur mit sehr viel gütiger Mithilfe noch einen halben Punkt mitnehmen. Aus diesem Grund und angesichts des Mammutprogramms an der Hochschule zur Zeit mache ich es auch eher kurz. Nach gerade einmal 14 Zügen und dem für mich völlig unerwarteten 14...h4 musste ich erkennen, dass meine letzten beiden Züge Se2-g3 und Le3-g5 zwar in vielen ähnlichen Stellungen in Ordnung sind, hier aber nichts als Zeitverluste darstellen.


Nach dem Rückzug 15. Sge2 folgte sehr stark der weitere Vorstoß des Randbauern 15...h3 und ich stand bereits vor der unangenehmen Wahl, welche Zugeständnisse ich denn nun machen möchte. Schweren Herzens entschied ich mich für 16. gxh3 und musste mich mit einer sehr schlechten Benonistruktur abfinden. In der Folge spielte mich Simon an die Wand und meine einzige Hoffnung bestand in äußerst vagen Angriffschancen.
So stellte ich etwa hier


meinen Springer en prise. Obwohl er nicht genommen werden darf, ist hier der schwarze Sieg nur eine Frage der Technik. Bei knapper Zeit fand mein Gegner aber nicht die besten Züge und ich entfleuchte in ein Endspiel mit Minusbauern,

das leicht remis zu halten war.

Hier nochmal das gesamte Trauerspiel zum Durchklicken. Ich hoffe, so langsam dann doch mal die Zeit zu finden, auch die Partien der Hessenmeisterschaft zu kommentieren.

Freitag, 23. April 2010

Rien ne va plus

Das war es dann mit den Träumen von der Hessenliga.
Gegen Heusenstamm reichte es nur zu 3,5 Brettpunkten, am Ende fehlte ein halber in einem der beiden Mannschaftskämpfen, die wir verloren. Gerne hätte ich früher und ausführlicher hier etwas verfasst, doch die Hochschule raubt mir zur Zeit fast jegliche Freizeit. Von daher folgt auch meine Partie und vielleicht sogar endlich die erste der Hessenmeisterschaften erst im Laufe des Wochenendes.

Meine Fußballtipps waren in letzter Zeit leider auch nicht sonderlich genau. Daher halte ich mich diesmal zurück und tippe auf ein 0-0 im morgigen Derby. Dass das nicht meinen Hoffnungen entspricht, dürfte jedem klar sein.... ;-)

Und noch ein Spezialtipp hinterher: Nied 2 schlägt heute Abend Hochheim 1 und am Dienstag zieht Nied 1 gegen Steinbach 2 nach und wir dürfen ein Traumfinale spielen.

Freitag, 16. April 2010

Zweimal 4

Für dieses Wochenende gibt es endlich wieder Tipps von mir. Direkt aus dem Bett, da mich der Erkältungsteufel schon wieder erwischt hat.

Die ersten 4 erzielt Nied gegen Heusenstamm. Mehr ist ja auch nicht nötig.

Und während dort vermutlich noch um entscheidende Punkte für den Aufstieg gekämpft wird, trifft die Eintracht viermal gegen die Hertha. Danach reden alle darüber, dass es zu hoch war und haben recht, aber 4-1 klingt gut. ;-)

Sonntag, 11. April 2010

Saft- und kraftlos

Meine Eintracht hat - den Berichten nach zu urteilen - am Freitag genau so gespielt. Ich habe mir dann auch nicht mal eine Zusammenfassung angesehen, da seit gestern Hals und Nase typische Erkältungssymptome zeigen.
Die Tipps der letzten beiden Spieltage konnte ich leider nicht rechtzeitig hier veröffentlichen, das wird sich aber ab kommendem Spieltag wieder ändern.
Ebenso passend zur Überschrift war meine Partie am 26.03. im MTS-4er-Pokal gegen Hofheim 3. Ich könnte eine Menge Ausreden anführen, stattdessen zeige ich einfach die Endstellung. Beim Stand von 3-0 für uns (Oli, Peter und Sven hatten schnell gewonnen) bot ich mit Schwarz Remis an, was mein Gegner angesichts von 500 DWZ Unterschied schnell an nahm.


In den nächsten Tagen und Wochen werde ich noch meine Partien aus dem Meisterturnier der Hessischen Meisterschaften hier kommentieren. Einen genauen Zeitplan kann ich aber angesichts eines sehr arbeitsintensiven Semesters nicht aufstellen...

Nachtrag: Soeben habe ich erfahren, dass im Halbfinale des Pokals die Paarungen Steinbach 2 - Nied 1 und Nied 2 - Hochheim 1 ausgelost wurden. Mit etwas Glück könnten wir also zwei Teams im Hessenpokal stellen.

Donnerstag, 8. April 2010

Peterson-Lather

Vielfach versprochen und vielfach verschoben kommt sie endlich: die Partie vom letzten Mannschaftskampf gegen Gernsheim. Mit Schwarz gegen Emery Peterson wurde mir hier


mit 7.Lxc6+ das Läuferpaar und eine günstige Struktur überlassen. Im weiteren Verlauf konnte ich mir klaren Vorteil erspielen, obwohl ich die allerbesten Möglichkeiten wie Sb6-d7-c5, die Besetzung der d-Linie statt der a-Linie oder auch Le6-f7-g6 ausließ. An der Stellungsbewertung änderte das aber fast nichts, bis ich dann


ohne Zeitnot auf 27...Txb3 verfiel. Nach 28.Kxb3 a2 rechnete ich einiges, aber 29.Sa3 sah ich erst als Emery seinen Springer dort abstellte. Der Rest der Partie ist nur der weißen Zeitnot geschuldet. Hier wie üblich zum Nachspielen:

Dienstag, 30. März 2010

Solide ;-)

Mittlerweile habe ich noch Runde 3 mit Schwarz gegen Stefan Walter und in der vierten Runde heute mit Weiß gegen FM Horst Alber remisiert. Das ist ok soweit, als dankeschön bekomme ich morgen dann mit 2/4 Schwarz gegen GM Grabarczyk. Da würde ich gerne solide mein fünftes Remis spielen ;-)

Sonntag, 28. März 2010

Dumm wie Brot

Heute hab ich Remis gegen IM Klaus Klundt gespielt. Klingt toll, oder?

Ich war auch zufrieden mit der Partie und dem Ergebnis bis gerade eben. Die lieben maschinellen Analyseknechte blinken dunkelrot und zeigen mir schönste Gewinnvarianten am Ende. Kurioserweise hatten wir auch beide zumindest die Einleitungen dieser Abspiele am Brett gesehen, aber abgetan. Auch in der 'humanen' Analyse nach dem Spiel kam keiner von uns beiden auf die Idee, dass da noch was geht...

Morgen muss ich dann mit Schwarz gegen Stefan Walter ran, der mir schachlich unangenehmer ist als etwa mein heutiger Gegner. Da sollte ich aber zumindest nicht verlieren, wenn ich weiter von Preisgeld und verbesserten Wertungszahlen träumen will. Heute träume ich erstmal von ausgelassenen Chancen...

Samstag, 27. März 2010

Habt Nachsicht!

Schon so lange wollte ich die Partie des letzten Mannschaftskampfes hier präsentieren, doch es kam trotz mehrfacher Versprechen immer etwas dazwischen. Auch heute werde ich es nicht mehr schaffen, denn nach dem gestrigen MTS-4er-Pokal gegen Hofheim 3, den wir 3,5-0,5 gewannen, ging es heute gleich mit dem Hessischen Meisterturnier weiter... und das läuft noch bis einschließlich Ostersonntag. Ich hoffe an einem der ruhigeren Abende, wenn ich zeitig zu Hause ankomme, dann endlich diese Partie und vielleicht auch das ein oder andere Häppchen vom laufenden Turnier zeigen zu können. Ansonsten wird es hier und da kurze Wasserstandsmeldungen geben.

Achja, beide Partien gingen Remis aus (gestern Abend müde und schwach gegen Uwe Koellner, heute mittag stark gegen den jungen FM Krystof Bulski), morgen spiele ich dann gegen IM Klaus Klundt. Meine Ergebnisse und Partien kann man täglich verfolgen, falls ich zu keinem Bericht komme.

Dienstag, 23. März 2010

Chronik eines langen Wochenendes

Tja, eigentlich sollte das ja schon gestern erscheinen, inklusive der kommentierten Partie vom letzten Mannschaftskampf. Nachdem mein Browser kurz vor Ende des Eintrags aber der Meinung war, er müsse mal abstürzen, kommt beides erst heute und in Häppchen.

Das lange Wochenende begann für mich im Grunde am Mittwoch gegen 13 Uhr. Ich war mit den ersten beiden Teilprüfungen meines Seminars fertig und habe dem Richard mal einen Besuch abgestattet. Das ging dann auch bis in den späten Abend und am nächsten Morgen fiel der Weg zum letzten halben Seminartag schwer. Dennoch war ich nach Abschluß sehr gut gelaunt, hatte ich doch nicht nur eine 1,7 dort abgestaubt, sondern auch - weit wichtiger und unerwarteter - wurde endlich die Note von Signalverarbeitung veröffentlicht. Nein, es hat nicht für 4,0 gereicht...da steht unglaublicherweise eine 2,3. Fragt mich nicht, woher das kommt, ich habe keine Erklärung. ;-)
Dermaßen freudig erregt wurde gleich wieder ein Besuch bei Richard angepeilt.

Am Freitag sah ich dann kurz mal wieder meine eigene Bude. Allerdings nur lange genug, um meinen Tipp abzugeben, zu duschen und nach dem Essen direkt wieder den Weg in die weite Welt anzutreten, diesmal nach Nied. Dort besah ich, was unsere zweite Mannschaft im MTS-4er-Pokal so gegen Bad Soden veranstaltete. Und leider sah ich neben dem 3-1 Sieg auch Bad Sodener Spieler, denen der Begriff Sportsgeist wohl unbekannt sein muss.
Dass es bei Pokalspielen an den Spielabenden selten so still ist, wie etwa bei Mannschaftskämpfen, das sollte jedem bewusst sein. Nach dem Spiel aber die eigene Niederlage auf den Geräuschpegel zu schieben statt einfach während der Partie um Ruhe zu bitten, ist armselig.
Ein Endspiel mit Läufer und falschem Randbauer gegen den König in der Ecke auf Zeit zu spielen ebenso. Insbesondere, wenn man trotz 30 Minuten Restbedenkzeit selbst nicht mitschreibt und die (leider nicht formal korrekte) Remisreklamation des Gegners mit einem Fingerzeig auf die Uhr ablehnt.
Ich spiele für die Mannschaft ja auch nahezu alles auf Gewinn, wenn es nötig ist. Aber sowas sollte man doch Remis geben, auch wenn die Reklamation nicht ganz richtig war (Uhr gedrückt statt Uhr angehalten).

Am Samstag besuchte ich nach Übernachtung bei Oliver dann mit ihm den Griesheimer Ostermarkt und insbesondere den Stand des Griesheimer Schachclubs, wo eine Truppe Kinder ein Blitzturnier austrug. Gegen 15.30 beschlossen wir dann, eine Kneipe zu suchen, um Fußball verfolgen zu können. Wie sich das so gehört, fand sich eine unweit des Bahnhofs mit ausschließlich Adler-Fans in bester Stimmung, obschon gerade das 0-1 fiel als wir eintraten. Der Rest des Spiels war dann unbeschreiblich. Schon beim 1-1 wurde buchstäblich auf den Tischen getanzt, beim Siegtor lagen sich endgültig wildfremde Menschen in den Armen. Einfach nur geil!
Abgerundet wurde der Abend dann im Celtic Garden, um Lauras Geburtstag zu feiern.

Man liest schon heraus, dass ich auch diese Nacht nicht daheim verbrachte, sondern wieder bei Oli schlief. Nachdem die Zeitplanung beim Döner mich knapp die S-Bahn verpassen ließ, beschloss ich nochmals mit auf den Ostermarkt zu kommen. Dort kam dann überraschenderweise GM Thomas Luther vorbei, direkt von seinem Oberligaspiel gegen Steinbach. Die Chance wollte genutzt sein, also blitzte ich noch ordentliche 1,5/4 gegen ihn und verließ die Schachspieler erst nach dem gemeinschaftlichen Fußball. Diesmal weit weniger euphorisch, aber Herthas Sieg gegen Wolfsburg war auch nicht schlecht.

Ab heute geht dann wieder die Uni los, daher folgt die kommentierte Partie erst gegen Abend.

Freitag, 19. März 2010

Bayern verliert in Frankfurt

Hochtrabende Überschrift, die ich da gewählt habe. Wer glaubt wirklich daran? Nunja, es dürften nicht allzu viele sein.

Wie kommt man dann auf sowas? Ich zitiere aus einem Artikel in der Frankfurter Rundschau: ' "89 Minuten Ribéry in Schach gehalten und in der Schlussminute laufe ich über den ganzen Platz und schieße das 1:0." Jung beginnt laut zu lachen, dreht sich um und verschwindet.'
Das fand ich auch so herzerfrischend, dass ich beschlossen habe, es zu meinem Tipp zu machen.

Noch eine kurze Information für die Schachbegeisterten: Die Analyse meiner sonntäglichen Partie folgt morgen. Versprochen!

Dienstag, 16. März 2010

Nied - Gernsheim

Am Sonntag gelang uns ein angesichts des Spielverlaufs überraschend deutlicher 6-2 Sieg gegen Gernsheim. Nach meinem Turmeinsteller in Gewinnstellung gegen Emery Peterson am dritten Brett mussten wir zwischenzeitlich sogar um den Mannschaftssieg bangen, dann aber revanchierten sich unsere Gäste an anderen Brettern.

Da ich die chronologische Folge nicht mehr genau im Kopf habe, berichte ich heute mal von Brett 1 bis Brett 8.
Oli Uwira war im Matt-Modus gegen Maximilian Müller, ein sauber vorgetragener Angriff erlegte unter Damenopfer den König. Starke Leistung!
Peter Staller hatte den leichtesten Arbeitstag, er gewann kampflos.
Zu meiner Partie schrieb ich ja oben bereits kurz das wesentliche, eine Analyse folgt erst gegen Ende der Woche, da ich gerade ein Blockseminar hinter mich bringen muss.
Gerd Graf opferte eine Figur für zwei Bauern und Initiative gegen Frank Wenner, verpasste dann die beste Fortsetzung und gewann erst nach langer und verwickelter Partie. Nach unseren abendlichen Analysen stand er aber nie so schlecht wie ich vor Ort befürchtet hatte.
Christof Goll konnte gegen Michael Krinke eine Qualität gewinnen, das gegnerische Läuferpaar bot aber reichlich Kompensation, so dass die Partie stellungsgerecht remis gegeben wurde.
Sven Perlitz beendete sein Spiel gegen Blasko Djondras früh friedlich, wobei meines Erachtens nach ein Weiterspielen gefahrlos möglich war. Die Punkteteilung geht aber auch in Ordnung.
Werner Seeger stand nach misslungenem Eröffnungsexperiment lange Zeit gegen Jens Will unter Druck. Im Endspiel lehnte Jens dann aber ein sehr berechtigtes Remisangebot ab und stellte prompt einen Bauern ein, der von unserem Routinier souverän verwertet wurde.
Edeljoker Oliver Koeller hatte ebenfalls mit dem Partiebeginn zu kämpfen. Er spielte ein zweifelhaftes Gambit und sein talentierter Gegenüber Francesco Di Capua fand tatsächlich die Widerlegung. Im Laufe der Partie konnte Oli aber doch seine knapp 500 DWZ mehr ausspielen und holte doch noch den vollen Punkt.

Im Spitzenspiel schlug Heusenstamm Griesheim beinahe sensationell mit 6-2. Das bedeutet für uns, dass es am letzten Spieltag in Heusenstamm ein echtes Finale geben wird. Wir brauchen einen Mannschaftspunkt um den Aufstieg zu sichern, bei einer Niederlage würden die momentan zweitplatzierten Gegner an uns vorbeiziehen und selbst den Weg in die Hessenliga antreten. Das wird nicht einfach, aber wir haben es selbst in der Hand....