Montag, 11. April 2011

Kroder vs Lather

Einen kleinen Vorgriff auf meine Partie aus dem letzten Mannschaftskampf gab es ja schon im letzten Beitrag. Hier nun die Kurzfassung einer Analyse.


Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir beide sehr schnell gezogen. Der folgende Damentausch auf c6 war wohl nicht die beste Idee. Bei der unsicheren schwarzen Königsstellung sollte der Anziehende im Sinne der durchaus vorhandenen Angriffschancen die letzten Figuren behalten. In der Folge entwickelte sich ein zähes Endspiel, das wohl immer etwas besser für Schwarz ist. Eine vollständige Analyse übersteigt aber meine zeitlichen Ressourcen. Daher nur noch ein Diagramm zum Knobeln: Was zog Schwarz?


Die Lösung findet der wissbegierige Leser in der Partie zum Nachklicken:

Erfolgreiches Schachwochenende

Das erste Aprilwochenende war trotz schon früh im Semester aufkommendem Stress an der Hochschule dem Schach gewidmet. Und wie der Titel schon sagt: Es lief es nicht schlecht.

Zum Einspielen gab es am Freitagabend unser monatliches Blitzturnier, das am Ende zwei Sieger sah. Oli Uwira und ich teilten uns den Punkt im direkten Duell ohne Kampf und gewannen alle restlichen Partien. Dabei hatte ich in der ersten Runde gegen Sven Perlitz und in der letzten gegen Hendrik Zimmermann großes Glück. Gegen Sven stand ich zunächst völlig auf Gewinn, um dann mit einem Blackout Springer und Turm gleichzeitig (!) einzustellen. Mein letzter Trick schockierte ihn dann aber dermaßen, dass er mir ein keineswegs erzwungenes Matt gönnte. Als ob das nicht schon des Guten zuviel gewesen wäre, überspielte mich Hendrik in der letzten Runde nach Strich und Faden. Am Ende der Partie hatte er - noch im Mittelspiel - zwei Damen auf dem Brett und schier unglaublichen Materialvorteil. Dann parierte er nur eine von zwei Mattdrohungen und bei überschrittener Zeit durfte ich den König erlegen.

Am Samstag stand dann unser Schnellschachturnier an, zu dem sich angesichts des schönen Wetters leider nur 49 Schachfreunde einfanden. Die Qualität des Feldes war aber durchaus beachtenswert (1 GM, 2 IM, 5 FM). Nach 8 Runden mit einer Niederlage gegen IM Grabarczyk und Remisen gegen IM Boidman, Leonid Kunin und Thomas Schlapp kam es in der letzten Runde zum Duell der Nieder Spitzenspieler Uwira - Lather. Da ein Remis keinem genützt hätte, mussten wir mal wieder eine Partie ausspielen, zum Glück hatten wir bereits am Vorabend ein Arrangement getroffen, das die Umsetzung eventuellen Preisgeldes in einen schönen Abend vorsah. Wie fast immer, wenn wir mal ernsthaft spielen müssen, war es eine komische Partie. Erst stand ich wohl ziemlich schlecht und hielt den Laden grade noch so zusammen, dann verlor Oli kurz die Übersicht und am Ende konnte ich einen vollen Punkt eintragen lassen. Der Turniersieg ging an IM Boidman (7/9) dank besserer Wertung vor GM Kunin. Auf den Preisgeldrängen folgten FM Isserman, Lather, L. Kunin (alle 6.5/9) dank besserer Wertung vor Goloborodko und FM Lisanti. Die ganze Tabelle gibt es hier. Ein paar Fotos sind auch bereits online, es kommen wohl im Laufe der nächsten Wochen noch ein paar weitere dazu.

Der Abend sah dann für einige einen Besuch des Mainufers mit Gitarre und einer Kiste Bier vor, der bei Oli weitergeführt wurde als die Lichtverhältnisse nicht mehr unseren Vorstellungen entsprachen. Animiert von einem 'außenstehenden' Schachfreund verlängerte ich den Abend noch in der Frankfurter Innenstadt, um eine bestmögliche Vorbereitung auf den Mannschaftskampf gegen Roßdorf am Sonntag zu gewährleisten.

Am sonntäglichen Morgen gab es dann zunächst schlechte Nachrichten für den Mannschaftsführer, denn Mike Rosa fiel krankheitsbedingt aus. Kurzfristig musste aufgerutscht werden und Walter Graebner sprang neben Michael Dehl (für den verreisten Christof Goll) in der ersten Mannschaft ein. Dadurch standen aber wiederum zwei Fahrer zur Verfügung und die Nachtruhe der Bahnfahrer durfte etwas verlängert werden, was ich mit Freude zur Kenntnis nahm.
Zum Mannschaftskampf gibt es bereits einen Bericht von mir, deswegen an dieser Stelle mal eine knappe Analyse der einzelnen Partien.
Brett 1, Staller - de Visser, Remis: Hier war nie wirklich ein anderes Ergebnis zu erwarten, auch wenn am Ende in meinen Augen sogar Schwarz ein klein wenig angenehmer stand.
Brett 2, Kroder - Lather, 0-1: 20 Züge Theorie, dann sofort ins Endspiel mit 3 Bauern gegen einen Läufer. Letztlich hart erkämpfter, aber verdienter Sieg (nach bisherigen Analysen). Genaueres folgt.
Brett 3, Uwira - Meyer, 1-0: Mein alter Mannschaftskamerad Christian Meyer wagte ein sehr dubioses Eröffnungsexperiment und wurde von Oli hart bestraft. Figur weg nach 8 Zügen, ein paar Angriffsversuche im Keim erstickt, Partie vorbei.
Brett 4, Galkin - Graf, Remis: Der zuletzt etwas formschwache Gerd opferte mit Schwarz einen Bauern, dann einen zweiten, dann eine Figur. Der weiße König stand zeitweise sehr luftig, aber Jungtalent Wladi Galkin verteidigte sich gut und bei knapper Bedenkzeit ließ Gerd die Gewinnchance aus. Trotzdem sicherlich die interessanteste Partie des Tages.
Brett 5, Perlitz - Diehl, 1-0: Ein dauerhafter kleiner Vorteil für den Weiß, der im Turmendspiel 'plötzlich' keiner mehr war. Sven spielte weiter und Mirko stellte irgendwann ein.
Brett 6, Tran - Zimmermann, Remis: Eingangs des Mittelspiels opferte Schwarz im Franzosen eine Qualität für einen Bauern, kam damit aber nie richtig ins Spiel. So ging der Bauer wieder flöten und - trotz allen Kampfgeistes - nur die Zeitknappheit rettete ein glückliches Remis. Aber Hendrik darf in so einer sonst starken Saison auch mal einen schlechten Tag haben.
Brett 7, Dehl - Schmalhorst, 1-0: Edeljoker Michael Dehl in gewohnter Manier. Stellt seine Figuren auf gute Felder, nimmt einen Bauern weg, klarer positioneller Stil und nie eine echte Chance für Schwarz.
Brett 8, Winkler - Graebner, Remis: Beinahe hätten unsere 'Ersatzspieler' (die ja bestenfalls eine kleine Schwächung darstellen) doppelt gepunktet. Walter gewann mit Schwarz einen Bauern und stand riesig, ließ dann aber zuviel Gegenspiel zu und musste sich mit einem halben Zähler begnügen.
Endstand Roßdorf - Nied 2-6.

Am selben Tag sicherte sich auch die zweite Mannschaft den Aufstieg in die Landesklasse Süd und die dritte die Meisterschaft der Bezirksklasse C.

Der Ausblick: Am letzten Spieltag haben wir den Aufstieg mit einem Sieg gegen Langen selbst in der Hand, bei entsprechender Schützenhilfe von Griesheim(DA) 2 gegen Verfolger Dettingen reicht auch ein schlechteres Ergebnis. Darauf sollte man aber auf keinen Fall hoffen. Vorher steht noch das Halbfinale des Main-Taunus-4er-Pokals gegen Eppstein an. Im Prinzip ein vorweggenommenes Finale, bei dem es auch um die Qualifikation für den Hessischen 4er-Pokal geht.

Freitag, 1. April 2011

Was lange währt, wird endlich gut!

Lange, sehr lange hat man nichts neues mehr lesen können auf diesem Blog.
Das hat im wesentlichen damit zu tun, dass ich beschäftigt (Praxissemester und anschließender Bericht im Umfang einer kleinen Bachelorarbeit) und schreibfaul zugleich war. Der erste Eintrag seit einem halben Jahr darf aber natürlich nicht nur diese Ausreden enthalten.

Ich möchte auf unser jährliches Schnellschachturnier hinweisen, das morgen stattfindet und angesichts des 50-jährigen Vereinsjubiläums mit einem deutlich erhöhten Preisfonds versehen ist.

Aufgrund dieser kurzen Meldung darf trotz des angekündigt guten Wetters mit prominenten Teilnehmern gerechnet werden, wenn mich mein Gefühl nicht ganz trügt. Mehr kann ich leider nicht preisgeben an dieser Stelle. (Nachträgliche Anmerkung: Offenbar handelte es sich um einen äußerst gut getarnten Aprilscherz. ;-) )

Am Sonntag geht es dann für Nied in Roßdorf um Mannschaftspunkte und den Erhalt des Status Quo Tabellenführung während Nied 2 den Aufstieg perfekt machen kann, den Nied 3 schon in der Tasche hat. Geile Saison bisher!

Und noch zu diesem Blog: Ich hoffe, bald wieder etwas häufiger schreiben zu können. Aber das Studium geht halt doch eindeutig vor.

Samstag, 28. August 2010

Optimistisch


...blicke ich auf den Rest des Wochenendes. Die Eintracht besiegt den HSV mit 3-2 und morgen gewinnen wir das jedes Jahr nette Einladungsturnier in Griesheim. Auflaufen werden Oli Uwira, Gerd Graf, Sven Perlitz, Richard Günzler und ich selbst.

Leider kam ich noch immer nicht dazu, die Partie aus dem Pokal-Halbfinale gegen Bensheim zu kommentieren. Das werde ich in den nächsten Tagen nachholen, so lange noch ein Bilderrätsel: Wer ist das?

Samstag, 21. August 2010

Kurz gemeldet

Mein Tipp zum DFB-Pokal lag ja nicht weit neben der Realität, leider haben wir aber am letzten Sonntag das Halbfinale des Hessenpokals gegen Bensheim verloren. Mehr dazu und auch meine Partie wird es im Laufe der nächsten Tage hier zu belächeln geben. ;-)

Für den heutigen Bundesligaauftakt möchte ich noch schnell meinen Tipp abgeben. Frankfurt gewinnt 3-1 in Hannover (und der OFC schießt in Liga 3 auch noch ein Tor mehr als Regensburg).

In den letzten Wochen habe ich relativ wenig geschrieben. Auch dazu möchte ich ein paar Worte verlieren. Zunächst kam nach der Klausurphase mein 'Urlaub', der mich nur selten in die Nähe eines PCs brachte und seit dem 11.8. befinde ich mich im berufspraktischen Semester bei Merck in Darmstadt, was bedeutet: Vollzeit arbeiten und die freie Zeit für den Rest des Sommerwetters nutzen....

Freitag, 13. August 2010

Ramlow - Lather

Am vergangenen Sonntag fand das letzte Viertelfinale um den Hessischen Mannschaftspokal statt. In Eschborn konnten wir uns knapp mit 2,5-1,5 durchsetzen und ich kam endlich wieder zum Schach spielen...

Zuerst hatte Christof Goll an Brett 4 seinen Vorteil solide verwertet und uns in Führung gebracht. Just in dem Moment, da Oli Uwira am dritten Brett nach komplizierter Partie gewann, hatte ich die Endstellung gegen Marcus Ramlow erreicht und konnte den Mannschaftssieg sichern. Peter Staller hatte gegen Erhard Leimeister am Spitzenbrett keinen guten Tag und unterlag.

Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit war meine Eröffnungskenntnis schlechter als die meines Gegners. Diesmal allerdings in meiner 'Lieblingszweitwaffe', dem Schara-Hennig-Gambit. Nach 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Sc3 c5 4. cxd5 cxd4 5. Da4+ Ld7 6. Dxd4 exd5 7. Dxd5 Sc6 8. e3 Sf6 9. Dd1 Lc5 10. Sf3 De7 11. Le2 O-O-O 12. O-O g5 13. b4 Lxb4 14. Db3


war ich mir unsicher, ob ich hier zuerst zuerst 14...Kb8 spielen sollte oder direkt
14...g4? Die Entscheidung war falsch. Der König musste aus der Schusslinie gebracht werden, auch wenn die Datenbanken meinen Partiezug als Hauptfortsetzung ausweisen. Die logische Folge war 15. Sd4 Sxd4 16. exd4 Lxc3 Zu dieser Position fand ich noch eine alte Partie zwischen Portisch und Velimirovic, die Weiß aber souverän gewann. Velimirovic spielte hier 16...Le6. 17. Dxc3+ Kb8N Der erste völlig neue Zug, die letzte Partie mit 17...Lc6 endete aber 5 Züge später 1-0!


So haben wir also die kritische Stellung der Partie erreicht. Weiß verfügt über das Läuferpaar und das Zugrecht. Das einzige Problem, dass er zu lösen hat, formulierte mein Gegner auch direkt nach der Partie in der kurzen Analyse: 'Wohin mit dem schwarzfeldrigen Läufer?'. Mit Hilfe der Rechenknechte und einem tieferen Blick auf diese Stellung wage ich eine Antwort: 'Vorerst nach c1!'. Noch ist unklar, wo der Läufer seinen besten Platz findet. Der Ausfall nach g5 scheitert an 18...Se4, während 18.Lf4+ Ka8 nur die schwarze Königssicherheit verbessert und den Läufer verwundbar macht. Der verbliebene Gaul strebt ohnehin nach d5...

Von daher sollte man wohl tatsächlich so spielen, wie ich bereits im Laufe der Partie vermutete und befürchtete: 18.Te1 und nach 18....Sd5 19. Da5!. In dieser Stellung drohen permanent Abzüge des weißfeldrigen Läufers sowie die Verstärkung des weißen Angriffs, wobei alle schwarzen Figuren abgesehen vom Springer schlecht stehen. In der Partie folgte der einzige schwache weiße Zug und sofort ist die Lage wieder 'unklar bis ausgeglichen' 18. Db2? Sd5 19. Lb5 h5 20. Ld2 Hier kann der Läufer auf Dauer nicht gut stehen, aber immerhin schränkt er den Springer ein und verbindet die Türme - und wohin soll er denn sonst?! 20...Lxb5 21. Dxb5 h4 22. Tfe1 Dd6 23. Tab1 b6 24. Te5 Leitet ein interessantes Turmmanöver ein, das aber keinesfalls schlecht ist. 24...f6 25. Tf5


Hier steht Schwarz nochmals am Scheideweg. Es bieten sich verschiedene Fortsetzungen an, zunächst 25...De6 um den etwas verirrten Turm zu befragen, dem aber noch die Dame 26. Dd3 Rückhalt geben kann. Der stille Versuch, den Turm und d-Bauern mittels 25...Kb7 und der Drohung Sd5-e7/c7 anzugreifen, bringt ebenfalls keinen Vorteil. Es wäre aber eine gute Option gewesen, um die Partie offener zu halten. Leider ist so ein Zug in einer solchen Stellung auch nicht einfach zu berechnen, daher prüfte ich die beiden Bauernvorstöße. 25...h3 wird mit 26.g3 beantwortet, wäre allerdings eine weitere Möglichkeit, den Kampf fortzusetzen. Die beiden letztgenannten Pläne würden Stellungen mit beiderseitigen Chancen ergeben, allerdings versprach ich mir von 25...g3 mehr. Zugrunde lag ein Rechenfehler. Zunächst folgte die erzwungene Fortsetzung 26. fxg3 hxg3 27.hxg3 Dxg3 28. Txd5 Tdg8 29. Df1 Einziger Zug und eben jener, den ich vor meinem 25. Zug nicht gesehen hatte. Nach 29.De2 Dh2+ fällt der Bauer g2 und mit ihm seine Königin. Noch etwas hübscher fand ich 29. Lg5 Txg5 30.Txg5 De3+! 31. Kf1 Th1 Matt. Nun aber ist die Stellung Remis. 29...Dh2+ 30. Kf2 Dh4+ 31. Kg1 Dh2+

Flüchtet der weiße König auf die e-Linie, so gewinnt Schwarz den Turm. Zeit, den Angriff zu verstärken, hat er jedoch nicht, daher:
1/2-1/2

Zum Nachspielen:


Am kommenden Sonntag findet das Halbfinale statt. Im Heimspiel gegen Bensheim ermitteln wir nicht nur einen Finalisten, sondern gleichzeitig einen Teilnehmer des Deutschen Mannschaftspokals. Das wäre 10 Jahre nach unserer letzten Teilnahme (damals noch ohne mich) ein schöner Erfolg. Vorher gibt es morgen noch unser Sommerfest, mögen die Wettergötter uns wohlgesonnen sein... ;-)

Und den ersten Tipp der neuen Fußballsaison kann ich auch loswerden. Die Eintracht gewinnt im DFB-Pokal gegen Wilhelmshaven mit 5-1. Mit den Fußballern will auch ja auch ein Halbfinale sehen diese Saison...

Dienstag, 27. Juli 2010

Kleiner schachlicher Ausblick

Nachdem in letzter Zeit mangels Aktivität und auch in Anbetracht meiner Klausurphase und den folgenden Feiern kaum Platz für Schach hier blieb, kommt hiermit endlich wieder etwas zum königlichen Spiel.

Unser Viertelfinale des hessischen Viererpokals gegen Eschborn ist zeitlich und räumlich verlegt worden und findet am kommenden Sonntag, 1. August, in Eschborn statt.

Die Mannschaftsaufstellungen für die kommende Saison sind mittlerweile auch veröffentlicht. Wir werden folgendermaßen spielen:

FM Peter Staller (DWZ 2191)
Lather (2237)
FM Oliver Uwira (2190)
Gerd Graf (2156)
Christof Goll (2002)
Mike Rosa (2053)
Hendrik Zimmermann (2009)
Sven Perlitz (1960)

Das ergibt einen DWZ-Schnitt von 2100, dennoch sind wir wieder nur Mitfavorit um den einen Platz, der in die Hessenliga führt.

Direkt zu Saisonbeginn spielen wir dann auch in Bensheim (2064) und danach gegen Dettingen (2111). Nach diesen beiden Spielen kann man dann absehen, ob wir vom Aufstieg träumen dürfen, zumal es noch vor dem Jahreswechsel zum Treffen mit der zweiten Mannschaft von Griesheim(DA) (2164) kommt. Dann sind schon nach 4 von 9 Spieltagen alle nominellen Brocken hinter uns. Allerdings muss auch gegen die restlichen Teams - in meinen Augen vor allem Langen und die jungen Roßdörfer - erstmal gewonnen werden.

Auch wenn viele starke Turniere wie Dortmund und Biel gerade im Gange waren oder noch sind, will ich hier ein Kleinod präsentieren, dass mir durch die Schachecke in der NZZ zugetragen wurde.


Schwarz hatte soeben 1...Ke6-f5 gezogen, um den weißen Turm zu einer Erklärung zu nötigen. Ex-Weltmeister Wassili Smyslow hatte aber sicher schon vorher das wunderschöne 2.g4+! gesehen. Nun verliert jeder Zug des Königs außer 2...Kxe4 den Läufer, aber nach der Annahme des Opfers folgte 3.Sf2+ Kxf4 4. Tg1!.



Es droht Matt durch 5.Ld2 und die einzige Verteidigung 4...e4 scheitert an dem einzügigen Matt 5.Sh3.

Eine der schönsten Kombinationen, die ich überhaupt gesehen habe. Das Zusammenspiel der Figuren grenzt an eine Komposition.